Allgemein

Was haben Arbeitsschutz und Schwangerschaft miteinander zu tun?

Arbeitsschutz klingt dröge und uninteressant oder? Was ist das erste, was euch beim Thema Arbeitsschutz in den Sinn kommt? Ein Kontrolleur, der mit Arbeitshelm durch eine Fabrik läuft? Mir kommt tatsächlich das obere Bild in den Sinn, denn Schwangere sind ganz besonders vom Arbeitsschutz betroffen. Wie, erfahrt ihr  heute hier.

Arbeitsschutzrechtliche Beurteilung

Wisst ihr was das ist? Nein? Nicht schlimm, dafür bin ja da. Euer Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitsplätze jeweils aus Sicht des Arbeitsschutzes zu beurteilen und eventuelle Risiken und Gefährdungen zu dokumentieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen, bzw. den betroffenen Mitarbeitern zugänglich zu machen.

Aha denkt ihr. Und was hat das jetzt mit Schwangeren zu tun?

Für Schwanger spielt diese Beurteilung eine besondere Rolle, denn sobald sie von der Schwangerschaft erfahren, sollten (nicht müssen) sie ihrem Chef diese mitteilen. Dann greift für sie das Mutterschutzgesetz und dieses will, wie der Name ja schon so treffend sagt, Mütter, und dazu zählen auch Schwangere, schützen. Jetzt ist es so, dass Schwangere der Knotenpunkt, nein die Verbindung zwischen Arbeitsschutzgesetz und Mutterschutzgesetz sind, denn das MuSchG sieht genau so eine Burteilung im Besonderen für den Arbeitsplatz der Schwangeren vor. Der Arbeitgeber sollte eine solche Beurteilung eigentlich schon durchgeführt haben, bevor eine seine Mitarbeiterinnen ihm von ihrer Schwangerschaft berichten, denn ansonsten könnte ein Beschäftigungsverbot für die Mitarbeiterin ausgesprochen werden, bis geprüft ist, welche Gefahren von ihrem Arbeitsplatz ausgehen und bis diese behoben sind.

Wurde die Beurteilung durchgeführt, muss euer Chef euch in einem Gespräch über die Ergebnisse informieren und mit euch die entsprechenden Maßnahmen besprechen.

Aber ich bin doch noch garnicht schwanger, dann spielt das für mich noch keine Rolle

Gutes Argument, aber auch für Frauen, die noch nicht schwanger sind, aber einen Kinderwunsch haben, ist eine solche Beurteilung interessant, denn ihr habt ein Recht darauf zu erfahren, welche potenziellen Gefahren von eurem Arbeitsplatz ausgehen, wenn ihr schwanger werden würdet. Auch über solche Gefahren muss euer Arbeitsgeber euch informieren, damit ihr besser abschätzen könnt, welche Konsequenzen euch betreffen, wenn ihr schwanger werdet (ob ihr zum Beispiel von Anfang an in ein Beschäftigungsverbot geht).

War euch das klar oder wusstet ihr das noch nicht?

Mehr davon gibt es in den nächsten Wochen.

Be a Lady, be a mom.

Eure Lady Avy

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